Darmsanierung

Darmbakterien, unsere Freunde und Helfer?

In der Alternativmedizin werden schon sehr lange Therapien angeboten, die das Ziel haben, die Besiedlung unseres Darmes zu beeinflussen. Die Schulmedizin hat das bis vor kurzem als Scharlatanerie abgetan.

Doch damit ist jetzt Schluss!

Die wissenschaftliche Literatur die belegt, dass die  Darmbesiedlung mit Bakterien viele unterschiedlichen Folgen für die Gesundheit und das Wohlbefinden hat, „boomt“ in letzter Zeit geradezu. Grund dafür ist, dass es jetzt hoch moderne und komplexe Nachweismethoden gibt, wodurch man nicht mehr auf die klassische „Anzuchtverfahren (Kulturen)“ angewiesen ist um die Darmbewohner nach zu weisen und zu charakterisieren.

Die Hintergründe:

Der Darm hat eine Länge von fünf bis sieben Metern und eine Oberfläche so groß wie ein Tennisfeld. Die Darmschleimhaut ist besiedelt mit einem dichten Rasen von Bakterien. Ohne diesen könnten wir gar nicht leben. Insgesamt sind im Durchschnitt 100 Mal mehr Bakterien im Körper vorhanden, als wir Körperzellen haben. Das heißt, dass wir rein rechnerisch zu 99 Prozent aus Bakterien bestehen, die fast allesamt im Darm wohnen. Diese Bakterien sind sehr wichtig für die Verdauung der Nahrung. Und das ist eine riesige Aufgabe, denn im Laufe des Lebens verspeisen wir im Schnitt 50 Tonnen Nahrung, das bedeutet:

Im Laufe des Lebens verspeisen wir das Gewicht von zehn Elefanten!

Im Dickdarm ist die Artenvielfalt enorm, nämlich etwa 500 verschiedene Arten. Diese arbeiten im Darm fleißig für uns: die bis dorthin unverdauten Nahrungsreste können bis auf das Kleinste in Kalorien umgewandelt werden. Wie gründlich das gemacht wird, hängt von den Bakteriensorten ab. Manche Bakterien können nämlich die Nahrung vollständig aufspalten, sodass wirklich alle darin enthaltenen Kalorien verfügbar wird. Wie Sie hieraus entnehmen können, ist es sehr sinnvoll, seinen Darm überprüfen zu lassen und anschließend eine Darmsanierung zu machen.

Übergewicht durch Darmbewohner?

Menschen, die solche Bakterien ihr Eigen nennen, brauchen genau genommen weniger Nahrung als andere; man kann auch sagen, sie legen schneller mit der gleichen Menge Nahrung Gewicht zu.
Daher wird zurzeit in Forschung investiert, um hier regulierend eingreifen zu können und damit Übergewicht zu vermeiden oder zu behandeln.

Die Darmbakterien und das Immunssystem:

Sehr wichtig sind die Darmbakterien für das Immunsystem. Man hat bereits herausgefunden, dass der Kontakt mit Bakterien während und kurz nach der Geburt wesentlich ist, um dem Immunsystem den ersten Anlauf auf ein erfolgreiches Funktionieren zu garantieren. Die Bakterien, die dem Immunsystem eines Neugeborenen begegnen, sind in erster Linie die der Mutter, sowohl aus der Scheide als auch aus dem Darmbereich, da bei der Entbindung meistens eine, wenn auch nur kleine Menge an Stuhl ausgeschieden wird.
Wenn dieser Kontakt nicht stattfindet, wie beispielsweise bei einer Kaiserschnittgeburt, muss das kindliche Immunsystem ganz von alleine aufstarten, und das geht eben nicht so gut. Daher haben Kaiserschnittkinder auch nachweislich öfter Infektionen (Atemwege, Mittelohr, Nasennebenhöhlen), Allergien und Neurodermitis.

Die falschen Darmbakterien?

Hat man die falschen Bakterien im Darm, führt das zu Durchfall und / oder Blähungen durch Gärungs- und Fäulnisgase. Denn diese Bakterien produzieren jede Menge giftige Stoffwechslungsprodukte, wie Fuselalkohol (macht Kopfschmerzen und Benommenheit), Buttersäure (macht Müdigkeit nach der Mahlzeit), Formaldehyd und schwefelhaltige Verbindungen (was man an dem Geruch ja auch deutlich erkennt).
Das kann sogar so weit gehen, dass die Leber in ihrer Entgiftungsaktivität überlastet wird und Leberfunktionsstörungen auftreten. Bei der Milchzuckerunverträglichkeit werden die falschen Darmbakterien die Symptome verschlimmern, sodass bei dieser Erkrankung die Darmbesiedlung oft ausgebessert werden muss.

Schimmelpilzbelastungen im Darm:

Wenn auf Basis einer Fehlbesiedelung Schimmelpilze zur Entwicklung kommen, hat dies negative Auswirkungen auf das Immunsystem. Menschen mit Schimmelpilzbelastung im Darm klagen häufig über Fressattacken und Süßhunger. Aber gerade dann ist es wichtig den Zuckerkonsum drastisch einzuschränken, denn dadurch entnimmt man den Pilzen ihre Nahrung.
Diese ernähren sich hauptsächlich von Kohlenhydraten. Probiotika können uns davor schützen, dass sich Darmpilze ansiedeln und vermehren.

Die Ursache einer Fehlbesiedlung:

Mögliche Ursachen für eine Schädigung der Darmflora sind Antibiotika, Schmerzmittel, Magensäure Hemmer, Abführmittel, Darminfektionen, Nahrungsmittelallergien, Umweltgifte, Amalgam im Mund, Nahrungsmittelzusätze, schlecht kauen, und Stress. Auch gibt es Personen die (langkettige) Kohlenhydrate nicht gut abbauen können. Bei denen kann dann, wenn sie viel „Körndl“ essen, mit der Zeit eine Fehlbesiedlung auftreten.
Auch die Laktose- oder Fruktoseunverträglichkeit wirkt eine Fehlbesiedlung in die Hand. Das Schlucken des Abriebs von Amalgamfüllungen in den Zähnen verursacht das Absterben der normalen Darmflora, wodurch robustere Bakterien die Überhand bekommen. Das sind aber leider die falschen!
Hier können Probiotika schützen.

Die Auswahl der Bakterienpräparate:

Auch bei Erwachsenen kann man das Immunsystem über den Darm stimulieren; allerdings ist nicht überall wo „gesunde Darmbakterien die das Immunsystem stimulieren“ drauf steht, auch was Gutes drinnen. Es muss sogar dafür gewarnt werden die derzeitige Werbung für bare Münze zu nehmen. In einigen Präparaten sind nämlich fast keine Bakterien drinnen, oder sie können im Darm gar nicht anwachsen.
Schlimmer ist sogar noch, wenn die Falschen drinnen sind, denn das würde die Darmfunktion ernsthaft belasten. Es können dann Dickdarmbakterien in den Dünndarm geraten, was zu Entzündungen und Antistoffbildung gegen Nahrungsmittel führen kann. Die Aufnahme von Vitamin B 12 im letzten Dünndarmteil wird gehemmt, was wiederum zu Mangelerscheinungen führt.

Probiotika:

Präparate mit Darmbakterien heißen „Probiotika“; und davon sind schon viele am Markt erhältlich. Für den Dünndarm braucht man andere als für den Dickdarm. Daher auch hier: nicht ohne Sachkenntnis entscheiden! Lassen Sie sich von Fachleuten beraten (Arzt oder Apotheke).
Was oft falsch gemacht wird ist, dass man die geeigneten Mittel nicht lang genug einnimmt.
Um nämlich einen schönen „Darmrasen“ zu bekommen, muss man über Monate Probiotika einnehmen; manche Fachleute empfehlen sogar ein halbes Jahr und noch länger.

Die Anwendung von Probiotika:
 

  • Als Gegenmittel bei akutem Durchfall oder Durchfall im Rahmen einer Antibiotikabehandlung
  • Stimulierung mehrerer Funktionen des Immunsystems
  • Ausbalancierung des Immunsystems bei Allergie
  • Schnellerer Durchlauf des Stuhls durch den Darm: weniger Aufnahme von Giften und Abhilfe bei Verstopfung
  • Bessere Giftausscheidung
  • Schutz vor der Entwicklung von Darmkrebs
  • Geringere Rückfallraten bei bestimmten Krebsarten wie Blasenkrebs
  • Die Darmschleimhaut wird weniger durchlässig und ist besser geschützt
  • Behandlung des Reizdarmsyndroms
  • Behandlung der Milchzuckerunverträglichkeit
  • Unterstützung der Therapie bei chronischer Darmentzündung (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa)
  • Geringere Nahrungsaufnahme im Rahmen der Übergewichtsbehandlung
  • Als Gegenmittel bei akutem Durchfall oder Durchfall im Rahmen einer Antibiotikabehandlung
  • Stimulierung mehrerer Funktionen des Immunsystems
  • Ausbalancierung des Immunsystems bei Allergie
  • Schnellerer Durchlauf des Stuhls durch den Darm: weniger Aufnahme von Giften und Abhilfe bei Verstopfung
  • Bessere Giftausscheidung
  • Schutz vor der Entwicklung von Darmkrebs
  • Geringere Rückfallraten bei bestimmten Krebsarten wie Blasenkrebs
  • Die Darmschleimhaut wird weniger durchlässig und ist besser geschützt
  • Behandlung des Reizdarmsyndroms
  • Behandlung der Milchzuckerunverträglichkeit
  • Unterstützung der Therapie bei chronischer Darmentzündung (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa)
  • Geringere Nahrungsaufnahme im Rahmen der Übergewichtsbehandlung


Die Diagnose:

Klassischerweise kann man die Darmbakterien in einer Kultur erkennen. Diese Methode hat aber große Einschränkungen, da zur Zeit bekannt ist, dass was man im Stuhl nachweist, nicht das ist was im Darm vorkommt. Daher wenden vielen sich anderer Methoden zu, die leider noch nicht Gemeingut sind.
Wichtig ist auch, dass Begleiterkrankungen wie


mit abgeklärt werden. Für Diagnose, Behandlung und Therapie berate ich Sie gerne.

Die Therapie:

Je nach Ausprägung und Symptomatik ist eine Darmsanierung angesagt. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. In meiner Ordination in Maria Lankowitz in der Steiermark wird die Darmreinigenigung mittels speziellen Antibiotika oder mit homöopathischen Mitteln erreicht.
Anschließend muss unbedingt eine Darmaufbauphase eingeleitet werden, die lange genug (meistens sechs Monate) andauern soll. Ich werde Sie hierbei intensiv begleiten.

Seitenanfang